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Stadtzentrum
1800

FSU: Jenaer Schumpeter-Zentrum des sozialen und ökonomischen Wandels (JSEC)

Ort: Abbe-Campus, Hörsaal 4 , Carl-Zeiß-Straße 3

Alle Zeichen stehen auf Wandel?!

Unsere Gesellschaft verändert sich permanent. Stichwort: Klimawandel, Digitalisierung etc Inwieweit müssen wir uns verändern, um mit dem Wandel Schritt zu halten? Müssen wir uns überhaupt verändern? Und was kann die Wissenschaft dazu beitragen?

Das Schumpeter-Zentrum (JSEC) an der Universität Jena beschäftigt sich mit sozialem und ökonomischem Wandel aus vielen verschiedenen (interdisziplinären) Perspektiven. Aus diesem Grund sind zahlreiche Projekte und Lehrstühle unter dem Dach des Zentrums vereint. An der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligen sich u.a.:

„Potenziale und Hemmnisse des Erkenntnis- und Technologietransfers am Beispiel des Innovationssystems Thüringen“

In diesem Forschungsprojekt zur Rolle der Elfenbeintürme beim Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sucht ein Team um Prof. Dr. Uwe Cantner u. a. Antworten zu folgenden Fragen:
Welche Rolle können Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen als Wissensträger in Zukunft dabei spielen, Forschungsergebnisse in die Anwendung zu bringen? Welche Wege wählen sie dabei und welche Rolle spielen ihre Weggefährten?

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik untersuchen im Rahmen verschiedener Projekte den sozialen und wirtschaftlichen Wandel aus einer wirtschaftspolitischen Perspektive. Derzeit werden vor allem die Fragen adressiert, wie zukünftige Entwicklung inklusiver gestaltet werden kann, d. h. breitere Teile der Bevölkerung vom Wandel profitieren können, oder welche Effekte populistische Regierungen für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes haben. Dabei wird immer ein besonderes Augenmerk auf den länderspezifischen institutionellen Kontext gelegt.

Die Promovierenden der Graduiertenschule IMPRS Uncertainty beschäftigen sich mit Fragen rund um das Verhalten von Individuen unter Unsicherheit. Aus ökonomischer Sicht also bspw.  „Hat das klassische Preisschild bald ausgedient? Welche alternativen Preismechanismen gibt es und in welchen Branchen werden sie schon angewandt? Wie funktioniert beispielsweise Pay-What-You-Want?“. Aus psychologischer Sicht wird die Gruppen- und Meinungsbildung unter unsicheren Bedingungen untersucht. Welchen Einfluss hat unser soziales Umfeld auf unsere Einstellungen und auf unser Verhalten?

„Das Erbe des DDR-Innovationssystems“

Innerhalb Ostdeutschlands bestehen heute wesentliche regionale Unterschiede hinsichtlich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Dies zeigt sich insbesondere bei Innovations- und Gründungsaktivitäten sowie der internationalen Verflechtung der Betriebe. In vielen Regionen ist ein zum Teil erheblicher Rückstand zu den alten Ländern feststellbar. Diese Entwicklungsdisparitäten sind unter anderem deshalb problematisch, weil sie zu Abwanderung qualifizierter Personen aus den Neuen Ländern führen, die dann wiederum für Innovations- und Gründungstätigkeiten fehlen. Empirische Analysen zeigen, dass die vorhandenen Disparitäten nicht allein mit Strukturunterschieden erklärt werden können. Die zentrale Forschungsfrage des Projektes „Das Erbe des DDR-Innovationssystems“ besteht darin, inwieweit die Innovationsschwäche ostdeutscher Regionen ein institutionelles Erbe des Sozialismus (und der Zeit davor) ist.

Das Projekt ist Teil des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR. Entstehung und Folgen im innerdeutschen Vergleich und im Vergleich mit Nachbarländern in Ostmitteleuropa“ (Akronym: Mod-Block-DDR, Koordinator: Universität Bremen). Neben der Universität Bremen sind als Verbundpartner die Technische Universität Berlin, die Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder sowie die Friedrich-Schiller-Universität Jena beteiligt. Das wissenschaftliche Arbeitsziel des Verbunds besteht darin, die staatssozialistischen Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR zu identifizieren, ihre Wirkungen auf die vergangene realwirtschaftliche Entwicklung zu analysieren und ihren bis heute andauernden Einfluss auf die sozio-ökonomischen Disparitäten zwischen den Alten und den Neuen Bundesländern aufzuzeigen. Um 18.30 und 20.30 Uhr sind zu diesem Projekt Präsentationen geplant.

Die Mitarbeiter des DigiLab-Projektes der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät fragen: Benötigen alle Studierenden ein Tablet? Muss in Zukunft jeder programmieren können? Werden wir der Digitalisierung zum Opfer fallen? Wie können wir die Digitalisierung selbst gestalten?
Das DigiLab-Projekt der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beschäftigt sich mit der Digitalisierung des Studiums. Studierende sollen verstärkt an Lehrinhalte mit Bezug zur Digitalisierung herangeführt werden. Eine verbesserte und intensivierte Ausbildung mit methodenbasierten und zugleich anwendungsorientierten Softwarekursen erscheint für die Berufsbefähigung in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt unerlässlich. Neue und modifizierte Kurse, ein Zusatz-Zertifikat sowie mehr Bezug zu digitalen Inhalten aus der Praxis sollen den Studierenden aus Jena ein Alleinstellungsmerkmal verleihen.

Im Zuge der Fridays4Future-Bewegungen soll geklärt werden: Wie kann man das verbleibende CO2-Budget optimal nutzen? In allgemeinverständlicher Form wird ein Resultat aus der Theorie dynamischer Optimierung auf die Frage angewendet, wie eine CO2-Bepreisung aussehen sollte. Ist eine CO2-Steuer oder ein Zertifikatsmodell vorzuziehen?

Mit Mitmach-Experimenten für Groß und Klein, Knobelaufgaben, Vorträgen, Bastelmöglichkeiten und diversen anderen Aktionen wollen wir zeigen, warum Wissenschaft für diese Fragen wichtig ist und warum es wichtig ist, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, um sich eine Meinung bilden zu können.

 

Beschränkung:

Altersgruppe ab 6 Jahre
 
Bildnachweis (c) copyright: Jan-Peter Kasper/FSU
Fridays 4 Future-Demo gegen den Klimawandel.

Tickets gibt es in der Jena Tourist-Information und online unter www.jena.de/tickets.
#LNDWJena
Lange Nacht der Wissenschaften 2019 wird gefördert und unterstützt durch: