Stadtzentrum
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FSU: Institut für Geographie

Ort: Löbdergraben 32 - Foyer , Löbdergraben 32

„Ist Ihr Gartenboden fruchtbar?“ - Der Hortisol „Boden des Jahres 2017“

Bringen Sie Proben ihres eigenen Gartenbodens mit und lassen ihn begutachten. Und erfahren Sie Wissenswertes rund um den Hortisol – der „Boden des Jahres 2017“ ist.

Am 24. November haben Besucherinnen und Besucher der „Langen Nacht der Wissenschaften“ die Möglichkeit, im Foyer des Institutes für Geographie, Löbdergraben 32, ihren eigenen Gartenboden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Professur für Bodenkunde begutachten zu lassen. Der Gartenboden (Hortisol) steht 2017 deutschlandweit im Rampenlicht, da er, wie kaum ein anderer Bodentyp, vielen Menschen unmittelbar den Wert dieser endlichen Ressource vermittelt.

Wer hat sich nicht schon über schlechte Ernten und kranke Pflanzen geärgert? Das Hauptmerkmal des Gartenbodens ist die Ausbildung eines humusreichen, krümeligen und zumeist dunkelgrauen Bodenhorizontes (Ex), der auf die gartenbauliche Nutzung durch den Menschen und ein aktives Bodenleben zurückzuführen ist. Gebildet wird er durch die Jahrzehnte bis Jahrhunderte währende Zugabe von organischem Material (z.B. Küchenabfälle, Kompost, Stallmist ...) und durch die intensive gartenbauliche Bearbeitung und biogene Durchmischung des Bodens (v.a. durch Regenwürmer). Gegenüber dem ursprünglichen Boden, besitzen Gartenböden zumeist eine verbesserte Nährstoff-, Luft- und Wasserversorgung, die sich durch mittlere bis hohe Vorräte an organischem Kohlenstoff (Corg), einer sehr guten Nährstoffversorgung (N, P) und günstige pH-Werte im leicht sauren bis neutralen Bereich auszeichnet. Zudem sind Gartenböden durch die dunkle Farbe in Folge der höheren Humusmengen durch einen gartenbaulich günstigeren Wärmehaushalt geprägt. Aber nicht jeder Gartenboden ist gleich und Unterschiede beispielsweise im pH-Wert oder im Humusgehalt können über Freud und Leid im Garten entscheiden. Deshalb:

Interessierte Gäste werden gebeten, eine „gute“ Handvoll ihres Gartenbodens für eine Analyse durch unsere Bodenkundlerinnen mitzubringen.

Bestimmt werden der pH-Wert (mittels pH-Wert-Sonde), die Bodenart (durch „Fingerprobe“), der Humusgehalt (Abschätzung mittels Schwarzanteil der Bodenfarbe) und der Kalkgehalt (Reaktion auf HCl) im Boden. Der pH-Wert des Bodens und die Bodenart (z. B. Sand-, Ton- oder Lehmboden) sind neben dem Humus- und Kalkgehalt wichtige Bodeneigenschaften, die beispielsweise die Pflanzenauswahl oder die Maßnahmen für eine Bodenverbesserung wie Humuszufuhr, Kalkung und Düngung bestimmen.

 

Tickets gibt es in der Jena Tourist-Information und online unter www.jena.de/tickets.
#LNDWJena
Lange Nacht der Wissenschaften 2017 wird gefördert und unterstützt durch: