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18:00 - 24:00

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ort
Jena
,
Burgweg 11

Wie sieht es tief unter unseren Füßen aus?

Von der Grundwassererkundung über Untergrundspeicher und die Nutzung geothermischer Energie bis zum inneren Aufbau des Erdkörpers – geophysikalische Messdaten bilden die Grundlage für hochaufgelöste Einblicke in den unterirdischen Raum.

Das Erdinnere ist dem direkten Blick verborgen, aber mit Hilfe der Geophysik lassen sich seine Eigenschaften und Zustände ermitteln. Hierzu werden tomographische Methoden eingesetzt, kleinste Änderungen des Schwerefelds mit supraleitenden Gravimetern erfasst oder die Änderung des Abstandes zwischen bekannten Punkten hochgenau gemessen.

Kenntnisse des Untergrundes sind jedoch nicht nur für wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch für die Bewältigung aktueller Herausforderungen wie die Standortsicherheit für die unterirdische Langzeitspeicherung nutzbarer oder umweltkritischer Stoffe, die Nutzung geothermischer Energiereservoire oder die Kenntnis von Grundwasserbewegungen unabdinglich. Der Geophysik als Wissenschaft im Schnittpunkt von Geowissenschaften und Physik kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Kenntnisse über die Eigenschaften und Strukturen des Untergrundes zu erlangen.

Direkte Informationen über den geologischen Aufbau des tieferen Untergrunds erhalten wir nur aus Bohrungen und aus ihnen gewonnenem Material (Bohrkerne, Bohrklein). Diese Informationen sind jedoch nur eindimensional und wegen des hohen Aufwands für wenige Lokationen vorhanden.

Um großräumigere Informationen über den Untergrund, seine Strukturen und Eigenschaften zu erhalten nutzt die Geophysik vielfältige indirekte Messmethoden entlang von Profilen, so dass zwei- und dreidimensionale Einblicke in den Untergrund entstehen. Am Lehrstuhl der Allgemeinen Geophysik am Institut für Geowissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität setzen wir z.B. geo-elektrische, geo-magnetische und gravimetrische Messmethoden ein. Genauso registrieren wir im Geodynamischen Observatorium Moxa mit hochempfindlichen Sensoren kleinste Änderungen verschiedener Erd- und Umweltparameter – nur durch lange Zeitreihen ist es möglich, verborgenen Prozessen auf die Spur zu kommen.

An unserem Stand haben Sie die Gelegenheit, einige dieser Methoden selbst auszuprobieren und die physikalischen Eigenschaften von Gesteinen zu erkunden. Genauso geben ausgewählte Exponate einen Eindruck über den komplizierten Aufbau des flachen Untergrunds.

 

 
Bild
Elektroden entlang eines geo-elektrischen Messprofils
Elektroden entlang eines geo-elektrischen Messprofils
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Standort

Wie sieht es tief unter unseren Füßen aus?

Ort: Jena, Burgweg 11


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TIPP: Sichern Sie sich Ihr Ticket im vergünstigten Vorverkauf in der Jena Tourist-Information (bis 25.11.2022 | 16:00 Uhr) oder im Uni-Shop der Friedrich-Schiller-Universität Jena!

Auch am Veranstaltungsabend können Sie noch Tickets erwerben:

• Jena Tourist-Information bis 22:00 Uhr

sowie von 18:00 bis 22:00 Uhr an folgenden Abendkassen:

• Beutenberg Campus, Abbe-Center, Hans-Knöll-Straße 1
• Analytik Jena, Konrad-Zuse-Straße 1
• Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Carl-Zeiß-Promenade 2
• Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst-Abbe-Platz/Carl-Zeiss-Straße 3

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