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Beutenberg Campus/ Carl-Zeiss-Promenade
1800

CMB - Zentrum für Molekulare Biomedizin

Ort: CMB-Gebäude , Hans-Knöll-Str. 2

Wunderwelt Zelle: Wie Zellen kommunizieren und über Signale das Leben regulieren

Die molekulare Biomedizin erforscht die Entstehung von Organen, Geweben und Zellen, um Vorgänge des Lebens besser verstehen und Krankheitsursachen auf den Grund gehen zu können. Mithilfe unterschiedlicher molekular- und zellbiologischer Analysemethoden wird erforscht, wie Zellen miteinander kommunizieren, Signale austauschen und ihr Verhalten steuern.

In den verschiedenen Arbeitsgruppen des CMB wird ein vielseitiges Methodenspektrum angewandt, um die Funktionen unterschiedlicher Zellarten näher zu untersuchen und erfolgreiche Behandlungsstrategien zur Bekämpfung von Krankheiten  zu entwickeln. 

Ebene 1: Institut für Biochemie und Biophysik, LS Biochemie, FSU 

„Proteine: biochemische Multitalente im Focus unserer Forschung“ 

Proteine sind wahre Multitalente und verleihen einer Zelle nicht nur ihre Struktur, sondern agieren auch als molekulare Werkzeuge. Intakte Proteine sind überlebenswichtig. Tumoren, Autoimmunkrankheiten, Stoffwechselstörungen oder Erkrankungen des Nervensystems können entstehen, wenn Proteine ihre Funktionalität verlieren. Deshalb ist es wichtig, die Entstehung und Funktion von Proteinen zu untersuchen. Die Biochemie ist die Lehre von chemischen Vorgängen in Lebewesen und widmet sich dieser Aufgabe. 

Wir möchten in der „Langen Nacht der Wissenschaft“ unsere Forschungsgebiete vorstellen und kleinen und großen Experimentatoren biochemische Methoden nahebringen. Hierbei dürfen die Nachwuchswissenschaftler/Innen selbst tätig werden und molekulare Bausteine mit einem physikalisch-chemischen Trennverfahren (Dünnschichtchromatographie) sichtbar machen oder diese mit Hilfe von Molekülbaukästen dreidimensional nachempfinden. Interaktive Computeranimationen werden zudem Prinzipien zur Synthese, Struktur und Faltung unserer biochemischen Multitalente veranschaulichen. 

Ebene 2: Institut für Biochemie und Biophysik, LS Biophysik, FSU 

„Zellen unter Spannung – spannende Zellen“ 

Die wichtigen Natrium-, Kalium- und Chlor-Ionen sind an der lebenden Zelle stets sehr ungleich verteilt zwischen Innen (Zytosol) und Außen. Dadurch entsteht eine elektrische Spannung an der Zellmembran als Grundlage für die Signale unserer Nerven, für die Kontraktion von Muskeln oder die Ausschüttung von Hormonen. In der Biophysik studieren wir Ionenkanäle, um Probleme wie Herzrhythmusstörungen, veränderte Schmerzempfindlichkeit oder gestörten Blutdruck besser zu verstehen und therapeutische Strategien entwickeln zu können. 

Wir zeigen, wie man Spannung und Strom an Zellen messen kann, z. B. mit Elektroden an der Frosch-Eizelle oder mit fluoreszierenden Sensorproteinen in menschlichen Zellen.  

Ebene 3: Institut für Molekulare Zellbiologie, UKJ

Der Mensch besteht aus unzähligen Zellen, die sich auf verschiedene Aufgaben in unserem Körper spezialisiert haben. Die Zellen kommunizieren untereinander durch sogenannte molekulare Schalter. Diese Schalter sind Teil eines Informationsnetzwerkes, das die Funktion der Zelle den entsprechenden Gegebenheiten anpasst. Wir demonstrieren, wie einzelne Komponenten solcher Schalter oder Netzwerke in der lebenden Zelle sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe von molekularbiologischen Methoden können diese isoliert und ihre Wechselwirkung zielgerichtet im Detail untersucht werden.  Die molekulare Zellbiologie kann dadurch Prinzipien der zellulären Regulationsmechanismen erklären, hiermit molekulare Krankheitsursachen beschreiben und Ansatzpunkte für mögliche Therapien aufzeigen.  

Ebene 4: Sektion für Experimentelle Virologie, Institut für Medizinische Mikrobiologie, UKJ 

„Virusforschung in Zeiten alljährlicher Grippeerkrankungen“

Infektionen mit Influenzaviren stellen trotz der Bereitstellung von Schutzimpfungen und Medikamenten nicht nur lokal in Jena sondern auch national und international eine große medizinische Herausforderung dar.  Die Erkrankungshäufigkeit steigt in den Wintermonaten jedes Jahr erheblich an, wobei neue Virusvarianten von maßgeblicher Bedeutung sind.

Virologen vor Ort erklären, wie die Grippeerreger aussehen, wie sie sich vermehren und wie sie übertragen werden. Mit Hilfe eines anschaulichen Experiments können sich die Besucher davon selber überzeugen.

 

Tickets gibt es in der Jena Tourist-Information und online unter www.jena.de/tickets.
#LNDWJena
Lange Nacht der Wissenschaften 2019 wird gefördert und unterstützt durch: