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Beutenberg Campus/ Carl-Zeiss-Promenade
1800

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut –

Ort: Leibniz-HKI Foyer, Gebäude A1 , Beutenbergstr. 11a

Antibiotika-Entwicklung: The winner takes it all

Ein kleiner Einblick in die Arzneimittelforschung: vom neuen Wirkstoff zum Medikament.

Das Bakterium Mycobacterium tuberculosis ist der Erreger der Tuberkulose. Pro Jahr erkranken etwa 10 Mio. Menschen an Tuberkulose und 1,5 Mio. sterben daran. Die Behandlung der Tuberkulose erfordert die Einnahme mehrerer Antibiotika gleichzeitig über einen langen Zeitraum. Diese Therapie verursacht hohe Kosten und oft schwere Nebenwirkungen. Zudem sind im Laufe der letzten 50 Jahre die Erreger viel widerstandsfähiger gegen die eingesetzten Antibiotika geworden. Viele Erkrankte können daher nur sehr schwierig erfolgreich behandelt werden. Es ist daher sehr wichtig, neue Antibiotika zu entwickeln, die auch gegen diese resistenten Bakterien wirken. Die am Hans-Knöll-Institut entdeckten Benzothiazinone sind gegen resistente Tuberkulose-Erreger wirksam. Doch der Weg zu einem Medikament ist weit. Viele verschiedene Wirkstoffe müssen hergestellt, getestet und optimiert werden, damit das spätere Arzneimittel auch die notwendigen Eigenschaften für den Menschen besitzt. Selbst der beste Wirkstoff hat dann noch viele Jahre der Erprobung vor sich, bevor er als Tablette in der Apotheke verkauft werden darf.

 
Bildnachweis (c) copyright: HKI/InfectControl 2020
HKI_Antibiotika-Entwicklung

Tickets gibt es in der Jena Tourist-Information und online unter www.jena.de/tickets.
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