Beutenberg Campus/ Carl-Zeiss-Promenade
1800 - 2400

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut –

Ort: HKI Foyer, Gebäude A1 , Beutenbergstr. 11a

Wieviel Kokain haben Sie in Ihrer Brieftasche?

Modernste Methoden der Spurenanalytik ermöglichen den Nachweis geringster Mengen von Substanzen.

Wir wollen neue Naturstoffe in Bakterien herstellen und dafür müssen wir winzige Mengen davon detektieren können. Wie das geht, demonstrieren wir beim Nachweis von Kokainspuren auf ihren Geldscheinen. Solche Spuren sind auf fast jedem Geldschein nachweisbar, weil die Nachweisgrenze für Kokain unglaublich gering ist. Man könnte eine Messerspitze davon in einem Schwimmbecken auflösen und gut verteilen. Ein kleiner Tropfen des Wassers würde genügen, um das Kokain nachzuweisen. Die massenspektrometrische Methode, die wir einsetzen, kommt nicht nur in der forensischen Drogenanalytik bei der Polizei zum Einsatz, sondern zum Beispiel auch beim Nachweis von Pestiziden im Grundwasser oder in Nahrungsmitteln. Unsere Gruppe nutzt diese hochempfindliche Analysemethode, um neue Naturstoffproduzenten ausfindig zu machen. Um neue Naturstoffe zu finden, verändern wir die Genetik bekannter, bakterieller Naturstoffproduzenten. Weil anfangs die Produktion von solchen unnatürlichen Naturstoffen meistens schlecht funktioniert, brauchen wir die hohe Empfindlichkeit. Sobald wir kleinste Mengen der neuen Naturstoffe detektieren können, suchen wir unter hunderten verschiedenen Bakterien die besten Produzenten und verbessern sie weiter. Auf diesem Weg hoffen wir, maßgeschneiderte Antibiotika „züchten“ zu können.

 
Bildnachweis (c) copyright: HKI/Anna Schroll
Nachweis von Naturstoffen mit Spurenanalytik

Tickets gibt es in der Jena Tourist-Information und online unter www.jena.de/tickets.
#LNDWJena
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