Chemische Entdeckungen entstanden lange aus einer Mischung von Erfahrung, Intuition und glücklichem Zufall – manch bahnbrechendes Material oder Medikament wurde eher gefunden als gezielt entwickelt. Künstliche Intelligenz verändert diesen Prozess grundlegend: Sie kann riesige Datenmengen auswerten, Eigenschaften von Molekülen vorhersagen und sogar Vorschläge machen, welche Substanzen sich zu synthetisieren lohnen.
Was früher Jahre dauerte, lässt sich so mitunter auf Wochen verkürzen. Doch der Wandel wirft auch Fragen auf: Was bedeutet es für die Forschung, wenn Maschinen mitdenken? Wie verändert sich die Rolle der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Und wo liegen die Grenzen dessen, was Algorithmen leisten können?
Der Vortrag zeichnet den Weg nach, wie die Chemie sich von einem Feld voller Zufallsfunde zu einer zunehmend systematischen, datengetriebenen Wissenschaft entwickelt – und was das für die Zukunft von Forschung und Innovation bedeutet.