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Nicht nur Vater-Mutter-Kind – Das Neue Testament und seine vielfältigen Beziehungs- und Lebensformen

 
Zeit
18:00 - 18:45 Uhr
Veranstalter
Friedrich-Schiller-Universität Jena und Theologische Fakultät
Ort
Jena
Adresse
Fürstengraben 6

Welche Erkenntnisse aus der Sozialgeschichte können uns helfen, das Neue Testament und seine Welt besser zu verstehen?

Wenn Menschen antike Texte lesen, dann projezieren sie oft unbewusst die eigenen, modernen Vorstellungen in die Vergangenheit. Wenn dann etwa die Bibel sagt, dass die Christusgläubigen eine "Familie" sind, stellen sich viele eine klassische "Kernfamilie" mit Vater, Mutter, Kindern vor – doch eine solche Vorstellung von "Familie" und sogar den Begriff gab es zu dieser Zeit noch nicht. Ebenso bleiben beim Lesen biblischer Texte oft manche Gruppen unsichtbar, allen voran die Sklavinnen und Sklaven, aber auch Frauen und Kinder. Und was können diese antiken Texte überhaupt noch damit zu tun haben, wie Menschen heute leben?
Diese und weitere Fragen werden in diesem interaktiven Vortrag anhand vieler Beispiele und Bilder erläutert. Es zeigt sich, dass die Art, wie Menschen (miteinander) lebten, schon in der Antike vielfältig war und wir heute diese Vielfalt im Blick behalten sollten, wenn wir biblische Texte lesen.

 
Bild
In Stein gehauen sind vier Personen dargestellt; ein Mann und eine Frau halten gemeinsam eine Schriftrolle, während ein weiterer Mann und eine Frau ihnen dabei zusehen.
Die römische Eheschließung, dargestellt in einem Relief auf einem Sarkophag
, ©

Standort

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