Wie lässt sich die sich wandelnde Vielfalt der Natur in Worte fassen? Wie beschreibt man den fließenden Übergang von Keim- zu Stängelblättern? Wie lässt sich das feine Verwachsen der Knochennaht des Zwischenkieferknochens in Sprache übersetzen?
Diesen und vielen weiteren Fragen gehen wir in einer Schreibwerkstatt im Goethe-Laboratorium nach. Ausgangspunkt unserer schriftstellerischen Erkundungen sind Objekte der Ausstellung und Pflanzen des Botanischen Gartens. Mit ihnen wollen wir Goethes Auffassung einer morphologischen Wissenschaft bis in unsere Gegenwart verfolgen. Nach einer Einführung versuchen wir, das, was wir mit unseren Augen sehen – inspiriert von Goethes Naturforschungen – in ein Gedicht zu „übersetzen“ und als frischgebackene Autor:innen in die Nacht zu gehen.
Leitung: Nathalie Stenger und Ben Steppath