Wenn wir uns in den Finger schneiden, heilt der kleine Schnitt wieder. Selbst gebrochene Knochen können wieder zusammenwachsen und heilen. Die Natur hat noch viele Beispiele für die (Selbst)heilung, darunter auch beeindruckende Beispiele wie das Nachwachsen von ganzen Gliedmaßen wie beim Axolotl. Während diese Beispiele der Selbstheilung in der Natur selbstverständlich sind, ist dies für synthetische Materialien, wie beispielsweise Kunststoffe/Plastik, nicht selbstverständlich. Ein Schaden führt hier zwangsläufig zum Verlust der gewünschten Eigenschaften bzw. Funktionen und führt schlussendlich oft zum Austausch der Materialien oder Bauteile. Gibt es nun Ansätze, dass beispielsweise ein Kratzer im Lack des neuen Autos wieder verschwinden kann? Im Bereich der Kunststoffe / Polymere wurden in den letzten Jahren viele Ansätze untersucht – auch hier an der Uni Jena. Im Vortrag werden verschiedene Ansätze vorgestellt, wie quasi einem toten Material etwas Leben „eingehaucht“ werden kann. Selbstheilende Polymere / Kunststoffe können nach einem Schaden ihre ursprünglichen Eigenschaften (teilweise) wiederherstellen.