Immer mehr Bakterien werden gegen Antibiotika resistent. Dadurch lassen sich Infektionen zunehmend schlechter behandeln – eine Entwicklung, die die moderne Medizin vor große Herausforderungen stellt. Deshalb werden dringend neue Wege benötigt, um gefährliche Krankheitserreger wirksam zu bekämpfen. Genau hier setzt das Forschungsprojekt SynThera an. Ziel ist es, mithilfe der synthetischen Biologie nützliche Mikroorganismen so zu entwickeln, dass sie krankmachende, antibiotikaresistente Bakterien direkt am Ort der Infektion erkennen und bekämpfen können. Gleichzeitig sollen bestehende vorbeugende Behandlungsstrategien verbessert und stärker auf einzelne Patientinnen und Patienten zugeschnitten werden. SynThera hat damit das Potenzial, die Behandlung bakterieller Infektionen grundlegend zu verändern und neue Möglichkeiten im Kampf gegen multiresistente Erreger zu eröffnen. Das Projekt wird von der Carl-Zeiss-Stiftung im Förderprogramm „Durchbrüche“ über fünf Jahre gefördert. Insgesamt arbeiten zehn Forschungsgruppen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) gemeinsam daran, diese neuen Therapieansätze zu entwickeln.