Menschen brauchen Berührung. Kinder können sich ohne körperlichen Kontakt nicht gesund entwickeln. Aber auch im Erwachsenenalter ist Berührung ein wichtiger Baustein sozialer Interaktionen. Während jedoch die Digitalisierung der Gesellschaft zunimmt, geht die Häufigkeit echter zwischenmenschlicher Kontakte zurück. Anstatt sich mit einem Händedruck zu begrüßen oder zum Abschied zu umarmen, treffen sich Menschen in Online-Meetings oder kommunizieren per Chat. Mit welcher Konsequenz?
Dieser Vortrag versucht etwas Licht in den Flickenteppich der Berührungsforschung zu bringen und die Häufigkeit, Kontext und Auswirkungen alltäglicher Berührungen zu verstehen. Dabei geht es um die grundlegende Frage, ob und wie Berührung uns sozialer macht. Die so entdeckten Zusammenhänge lassen Berührung nicht nur als soziales, sondern auch als physiologisch bedeutsames Kommunikationsmittel erscheinen.