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Verboten – und dennoch in aller Munde: Wein in der vormodernen islamischen Kultur

 
Zeit
19:00 - 19:40 Uhr
Veranstalter
Friedrich-Schiller-Universität Jena und Institut für Arabistik
Ort
Jena
Adresse
Carl-Zeiss-Straße 3

Im Islam gilt Alkohol als verboten – doch Wein spielte in Literatur, Dichtung und Mystik über Jahrhunderte eine wichtige Rolle. Der Vortrag zeigt, wie islamische Kulturen mit Widersprüchen und Mehrdeutigkeiten umgingen.

Nicht nur im Alltag vieler Regionen, sondern vor allem in Literatur, Dichtung und Spiritualität war insbesondere Wein über Jahrhunderte hinweg ein wichtiges Thema. Der Vortrag geht zunächst der Frage nach, wie der Koran über Alkohol spricht und wie sich daraus das bekannte Verbot entwickelte. Anschließend werden verschiedene Beispiele aus der vormodernen islamischen Literatur vorgestellt: von persischen Gedichten über die Weinherstellung über berühmte Ratgebertexte für Herrscher bis hin zu mystischer Weinlyrik.

So zeigt sich: Wein war in der islamischen Kultur weit mehr als nur ein Getränk. Er konnte Genussmittel, gesellschaftliches Symbol, literarisches Motiv und religiöse Metapher zugleich sein. Doch was sagt das über unser Verständnis des Islams aus? Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Widersprüchen und Mehrdeutigkeiten im Umgang mit Wein ziehen?

 
Bild
Arabische Miniatur aus den Maqāmāt des al-Ḥarīrī mit einer Szene eines geselligen Trinkgelages.
Miniatur aus den Maqāmāt des al-Ḥarīrī
, ©

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