Im Zuge des Klimawandels stehen wir vor der Herausforderung, unseren Energiebedarf mit neuen, CO2-neutralen Methoden zu decken. Unter dieser Prämisse sind erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik die vielversprechendsten Technologien, um den Großteil der benötigten Energie zu erzeugen. Insbesondere die Photovoltaik, also die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom mittels Solarzellen, bietet hierbei großes Potenzial. Heutige Solarmodule basieren auf Silizium, welches das nach Sauerstoff am häufigsten in der Erdkruste vorkommende Element ist, und liefern verlässlich elektrische Energie. Die neuesten Siliziumsolarzellen weisen in der Praxis eine Effizienz von 25% auf und haben somit ihr theoretisches Maximum von 30% nahezu vollständig ausgeschöpft. Um den steigenden Energiebedarf zu decken und nicht sämtliche Flächen mit Photovoltaik zu versiegeln, werden jedoch Solarzellen mit einer Effizienz jenseits der 30% benötigt.
Die Frage nach der Solarzelle 2.0 drängt sich somit seit einigen Jahren auf. Die Suche nach einer Technologie, die es ermöglicht, in der Praxis möglichst viel der Energie des Sonnenlichts in elektrische Energie umzuwandeln, führte zur Entdeckung der Perowskite als aktives Material. Diese sogenannten Perowskitsolarzellen zeigen enormes Potenzial, insbesondere in der Kombination mit den Siliziumsolarzellen. In sogenannten Tandemsolarzellen wurden bereits Effizienzwerte über 35 % erreicht. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der anhaltenden Erfolgsgeschichte der Photovoltaik und den spannenden Perspektiven, die die Perowskitsolarzellen in Zukunft bieten.