Ein Blick ins Gesicht genügt und wir können das Alter eines Menschen recht genau schätzen. Doch wie alt ist das Gehirn eigentlich? In diesem Vortrag zeigen wir, wie sich mit einer von uns entwickelten Methode, die MRT-Aufnahmen und maschinelles Lernen nutzt, das Hirnalter bestimmen lässt. Wir erklären auch, was es bedeutet, wenn das Gehirn jünger oder älter erscheint als der Mensch tatsächlich ist. Anhand anschaulicher Beispiele wird deutlich, dass Lebensstil und Gesundheit im Gehirn ähnlich sichtbare Spuren hinterlassen wie im Gesicht. Der Vortrag erklärt, wie solche Modelle funktionieren und warum sie in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnen – etwa zur Früherkennung von altersassoziierten Veränderungen.
Anschließend schlagen wir den Bogen zu einer Lebensphase mit tiefgreifenden hormonellen Veränderungen: den Wechseljahren. Dabei stellen wir das vom Universitätsklinikum Jena koordinierte, EU-geförderte Doktorandennetzwerk MenoBrain vor. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich diese Lebensphase auf Gedächtnis, emotionale Verarbeitung und kognitive Gesundheit auswirkt und welche Faktoren das Gehirn möglicherweise schützen können.
Im Vortrag „Wie alt ist Ihr Gehirn?” erklären wir, wie sich das biologische Alter des Gehirns aus einem MRT bestimmen lässt, welche Rolle der Lebensstil dabei spielt und warum gerade die Wechseljahre eine spannende Frage für die Hirnforschung sind.
Außerdem stellen wir Ihnen an unserem Infostand das MenoBrain-Projekt sowie die drei am UKJ durchgeführten Forschungsprojekte näher vor.