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Wie man schimmelige Eindringlinge bekämpft - Pilze: stille Killer oder Produzenten lebensrettender Antibiotika?

Zeit
18:00 - 24:00 Uhr
Veranstalter
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut
Ort
HKI Biotech Center
Adresse
Hermann-Löns-Straße 70, 07745 Jena

Wie erforscht man krankheitserregende Pilze wie Aspergillus fumigatus und findet neue Antibiotika? Erfahre, wie wir sicher mit Schimmelpilzen arbeiten, und entdecke die chemische „Sprache“, mit der Mikroorganismen kommunizieren.

Wir atmen ständig Sporen von Aspergillus fumigatus ein: einem krankheitserregenden Schimmelpilz, der überall in unserer Umwelt vorkommt. Bei gesunden Menschen kann das Immunsystem den Pilz in der Regel erfolgreich bekämpfen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann er jedoch in Immunzellen der Lunge überleben und schwere Infektionen verursachen. Auch andere Krankheitserreger nutzen ähnliche Strategien, um der Immunabwehr zu entgehen.

Die Entdeckung der Antibiotika war einer der größten Durchbrüche der modernen Medizin und hat Millionen von Menschenleben gerettet. Ihr häufiger Einsatz hat jedoch zur Entstehung antibiotikaresistenter Krankheitserreger beigetragen. Deshalb besteht heute ein großer Bedarf an neuen Antibiotika und alternativen Therapieansätzen.

Antibiotika sind kleine Moleküle, die Mikroorganismen gezielt hemmen oder abtöten können. In der Natur werden sie unter anderem von Bakterien und Pilzen produziert, um sich gegen konkurrierende Mikroorganismen durchzusetzen. Diese Moleküle sind Teil der chemischen „Sprache", mit der Mikroorganismen miteinander kommunizieren. Wenn wir diese chemischen Signale entschlüsseln, können wir neue Wirkstoffe entdecken, aus denen vielleicht die Antibiotika von morgen entstehen.

 
Bild
Arbeit im Labor mit Mikroskop und Computer
Im Labor
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