Alternsforschung: Was uns ein kleiner Fisch über das Altern verrät
Am Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Fragen auf den Grund. Dafür nutzen sie unter anderem einen außergewöhnlichen Modellorganismus: den Türkisen Prachtgrundkärpfling (Nothobranchius furzeri), auch Killifisch genannt.
Dieser kleine afrikanische Fisch hat eine Besonderheit: Er durchläuft seinen gesamten Lebenszyklus innerhalb weniger Monate. Seine kurze Lebensspanne macht ihn für die Alternsforschung besonders interessant. Forschende können innerhalb kurzer Zeit beobachten, wie sich der Körper im Laufe des Lebens verändert – von der Entwicklung über das Erwachsenenalter bis hin zum hohen Alter. Sie untersuchen beispielsweise, wie Gewebe und Organe altern, welche Prozesse zum Verlust von Körperfunktionen beitragen und welche Mechanismen ein gesundes Altern unterstützen können. Die Erkenntnisse helfen dabei, grundlegende Zusammenhänge des Alterns besser zu verstehen, die auch für den Menschen von Bedeutung sein können.
Damit solche Forschung möglich ist, braucht es eine spezialisierte Tierhaltung. In der Tierhaltung Fisch am FLI werden Killifische unter kontrollierten Bedingungen gehalten und gezüchtet. Die Mitarbeitenden sorgen für optimale Haltungsbedingungen, eine zuverlässige Versorgung und die Gesundheit der Tiere. Sie unterstützen damit die wissenschaftliche Arbeit und schaffen die Grundlage für aussagekräftige Forschungsergebnisse.
Bei der Langen Nacht der Wissenschaften können Sie unseren Modellorganismus für die Alternsforschung kennenlernen und erfahren, wie uns dieser kleine Fisch dabei hilft, die großen Fragen des Alterns zu erforschen.