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Der natürliche und anthropogene Klima- & Umweltwandel

 
Zeit
18:00 - 23:00 Uhr
Veranstalter
Friedrich-Schiller-Universität Jena und Institut für Geographie
Ort
Jena
Adresse
Löbdergraben 32, Foyer

Werfen Sie einen Blick auf unsere interdisziplinären Forschungsarbeiten, in denen wir den heutigen und früheren natürlichen und aktuellen Klima- und Umweltwandel mit verschiedenen Methoden erforschen.

„Klima- und Umweltwandel hat es doch schon immer gegeben!“ – Ja, aber lassen Sie uns gemeinsam genauer schauen, wie unterschiedlich der natürliche und menschgemachte Klima- und Umweltwandel sind. Wir erklären einfach und anschaulich wie das Klimasystem funktioniert, und welche Rolle das Treibhausgas CO2 dabei spielt. Hierbei hilft uns der „Klimakoffer“ der Ludwig-Maximilians-Universität München mit seinen vorbereiteten Materialien und Aktivitäten, der nicht nur für den Schulunterricht sehr zu empfehlen ist. 
Um den natürlichen Klima- und Umweltwandel besser zu verstehen, untersuchen wir in unserer Arbeitsgruppe u. a. Seesedimente und die darin enthaltenen sogenannten Biomarker („molekulare Fossilien“) sowie deren Wasserstoff- und Sauerstoffisotopie. „Hands on“ 😊 – nicht nur für kids – denn Laborarbeit kann Spaß machen. Und natürlich präsentieren wir auch neue Forschungsergebnisse darüber, wie sich Trockenheit und feuchte Perioden in den letzten Jahrtausenden abgewechselt haben. So lässt sich z.B. verstehen, warum der Eismann „Ötzi“ so gut erhalten ist, wie Hannibal die Alpen überquerten konnte, warum in der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ die Gletscher in den Alpen vorgestoßen sind, und welche Rolle die Sonnenaktivität dabei spielte. 
Neben Temperaturveränderungen und Dürren bereiten uns auch zunehmende Starkregen und Hochwässer Sorgen, da sie enorme Schäden verursachen können. Hierfür spielen Flüsse eine zentral Rolle: Auf der einen Seite sind sie als Quellen für Trink- und Brauchwasser sowie Transportwege essentiell für menschliche Gesellschaften. Auf der anderen Seite stellen regelmäßige Hochwässer eine große Gefahr für menschliche Siedlungen und Infrastruktur dar. Wir stellen Ergebnisse eines Forschungsprojekts über Hochwässer an der Weißen Elster während der letzten ca. 10.000 Jahre vor, und präsentieren dabei auch Bohrkerne, in welchen frühere Hochwasserphasen durch die Ablagerung von Auenlehmschichten dokumentiert sind. 

 
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Sedimentbeladene Weiße Elster bei Zeitz im Sommer 2019
Durch einen Starkniederschlag stark sedimentbeladene Weiße Elster bei Zeitz am 13.06.2019. Solche feinkörnigen Sedimente werden bei Hochwasser als Auelehm abgelagert, und dokumentieren somit vergangene Hochwässer.
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