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Dies ist meine Welt. Geowissenschaften und Erkundung unseres Planeten: Zeitreise von der Entstehung in die Zukunft

 
Zeit
18:00 - 24:00 Uhr
Veranstalter
Friedrich-Schiller-Universität Jena und Institut für Geowissenschaften
Ort
Jena
Adresse
Carl-Zeiss-Straße 3

Was hält die Welt im Innersten zusammen? Um Erze, Wasser und Energierohstoffe langfristig zu nutzen müssen wir genau das verstehen. Woraus besteht die Erde und wie entstand sie? Welche Prozesse laufen in und auf ihr ab? Woher wissen wir dies?

Hier geht's um die ganze Welt – und sogar darüber hinaus um andere Planeten und Meteoriten. Sie können:

· Die Faszination der Urmaterie des Sonnensystems erleben, wenn wir gemeinsam Meteorite mikroskopieren. Meteorite stammen von den Urkörpern des Sonnensystems, den Asteroiden, und sind die ältesten Gesteine. Sie geben einzigartige Einblicke in die Entstehung und frühe Entwicklung des Sonnensystem sowie der Erde. Außerdem berichten sie über längst vergangene Prozesse, wie die Kondensation und Zusammenballung der ersten festen Materie im sogenannten Sonnennebel. Die ältesten Meteorite - die kohligen Chondrite - enthalten neben Silikaten sogar organische Materie, die als mögliche Bausteine des Lebens durch Einschläge auf die Erde gelangte. Diese sind auch Ziel aktueller Raummissionen, an denen die Universität Jena beteiligt ist.

· Einen Blick in die Mineralogische Sammlung werfen: Fluoreszenz in der Mineralogie entdecken. Im Jahr 1801 entdeckte Johann W. Ritter in Jena das UV-Licht. Der Begriff der Fluoreszenz wurde erst ca. 50 Jahre später durch G. Stokes eingeführt, wobei die natürliche Fluoreszenz von Flussspat (Fluorit) im Sonnenlicht schon eher bekannt war. Wir werden anhand verschiedener Minerale die Fluoreszenz demonstrieren und erklären. UV-Licht findet vielfachen Einsatz in den aktuellen Geowissenschaften –  von der Edelsteinbegutachtung bis zur Prospektion von Industriemineralen ist alles dabei. Lassen Sie sich überraschen und falls Sie einen Rubin-Schmuck haben, bringen Sie ihn gerne mit und wir schauen mal gemeinsam drauf…natürlich unter UV-Licht! 

· Erfahren, wie wir mit Geophysik das Innere der Erde erforschen – ganz ohne zu graben: Mit Methoden wie Geoelektrik, Magnetik und Gravimetrie können wir in den Untergrund blicken, ohne einen Spatenstich zu machen. Dabei nutzen wir elektrische Ströme, das Magnetfeld und das Schwerefeld der Erde. Diese liefern zum Beispiel Informationen über Lagerungsverhältnisse von Gesteinsschichten. Es lassen sich aber auch Grundwasser, geologische Strukturen wie Störungen, Salzstöcke, Erzvorkommen und andere verborgene Objekte, wie archäologische Funde, oder Hohlräume im Untergrund aufspüren. Es gibt eine Menge zu entdecken unter unseren Füßen. Wir zeigen, wie es geht. 

· „Hüpfburg“ einmal anders erleben: Seismische Messungen erkennen und visualisieren anstatt Erdbeben die Sprünge unserer Gäste. Wir erklären, wie diese Messung funktioniert und wie wir im Thüringer Seismologischen Netzwerk arbeiten, um die Erdbebenaktivität in Thüringen und Umgebung zu überwachen.

· Pflanzen als Verbindung zwischen unterirdischer und oberirdischer Welt verstehen: Pfanzen und die Photosynthese haben fundamental dazu beigetragen, unseren Planeten weithin belebbar zu machen: Ozonschicht, angenehmes Klima, Luft zum Atmen. Sie sind eine geologische Macht. Pflanzen fluoreszieren und wir machen in kleinen Experimenten die wichtige Photosynthese sichtbar. Wir zeigen deren Verbindung zur Kohlenstoffspeicherung und dem Treibhauseffekt und wie sich Wassermangel auswirkt.

 
Bild
Links: Kosmonautin Christina Koch schaut während Artemis II zurück zur Erde, Mitte oben: Calcit aus China im UV-Licht, unten: Chondrit im Lichtmikroskop zwischen gekreuzten Polarisatoren, Rechts: Geolektrische Messung im Feld.
Links: Kosmonautin Christina Koch schaut während Artemis II zurück zur Erde, Mitte oben: Calcit aus China im UV-Licht, unten: Chondrit im Lichtmikroskop zwischen gekreuzten Polarisatoren, Rechts: Geolektrische Messung im Feld.
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