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Ein Loch im Herzen? Erlebe moderne Herzimplantate hautnah am Modell!

 
Zeit
18:00 - 24:00 Uhr
Veranstalter
Ernst-Abbe-Hochschule Jena
Ort
Haus 3, 1. Etage, Raum 03.01.12
Adresse
Carl-Zeiss-Promenade 2

Am durchströmten Herz-Venen-Modell zeigen wir, wie moderne Implantate Herzdefekte ohne große OP verschließen. Das Highlight: Schlüpfen Sie selbst in die Rolle der Behandelnden und setzen Sie Mini-Schirmchen in 3D-gedruckte Herzmodelle ein!

Was geschieht eigentlich im Inneren unseres Herzens und wie lassen sich Defekte reparieren, ohne den Brustkorb zu öffnen? An unserem Stand können Sie die faszinierende Welt der modernen Medizintechnik hautnah erleben: sehen, begreifen und selbst Hand anlegen!

Das Herz in Aktion: Strömung & Implantate hautnah
Im Mittelpunkt unseres Standes steht ein durchströmtes Herz-Venen-Modell. Zur Simulation des menschlichen Blutkreislaufs wird kontinuierlich Flüssigkeit durch das Gefäßsystem gepumpt. In diesem Modell ist bereits ein sogenannter LAA-Okkluder platziert – ein spezialisiertes Implantat, das das linke Vorhofohr verschließt.


Warum ist das wichtig? Bei Menschen mit Vorhofflimmern können sich in dieser Ausbuchtung des Herzens gefährliche Blutgerinnsel bilden, die im schlimmsten Fall einen Schlaganfall auslösen. Der Okkluder dichtet diesen Bereich präzise ab. Am laufenden Modell wird live greifbar, wie ein solches Implantat unter realen Strömungs- und Druckbedingungen sitzt und wirkt.

Mitmach-Station: Schlüpfen Sie in die Rolle der Behandelnden
Doch das Herz kennt noch andere Schwachstellen, die minimalinvasiv behandelt werden können:
•       Persistierendes Foramen ovale (PFO): Eine klappenartige Verbindung zwischen den Vorhöfen, die sich nach der Geburt nicht vollständig geschlossen hat.
•       Vorhofseptumdefekt (ASD): Ein echtes „Loch“ in der Herzscheidewand, das das Herz dauerhaft überlasten kann.


Beide Defekte werden heute ohne große Operation behandelt: Ein zusammengefaltetes Implantat wird über einen schmalen Katheter bis ins Herz geführt und dort entfaltet. Wie ein winziger Doppelschirm legt es sich von beiden Seiten an die Trennwand und verschließt die Öffnung dauerhaft. An einem eigens 3D-gedruckten Herzmodell können Sie selbst einen PFO- oder ASD-Okkluder platzieren! Spüren Sie beim Einsetzen den Widerstand, das haptische Feedback und den Moment, in dem sich das Schirmchen perfekt entfaltet und verankert. So wird ein hochkomplexer medizinischer Eingriff für Groß und Klein begreifbar.

Die Forschung dahinter: Das Projekt HeLab (gefördert von der Carl-Zeiss-Stiftung)
Im Projekt HeLab am Fachbereich Medizintechnik der Ernst-Abbe-Hochschule Jena entwickeln wir neuartige Test- und Prüfumgebungen (Simulated-Use-Modelle). Bevor ein neues Herzimplantat am Menschen eingesetzt werden darf, muss es in jahrelangen Tests beweisen, dass es absolut dicht, sicher und mechanisch belastbar ist. Unsere simulierten Herz-Venen-Modelle bilden die Basis, um Implantate unter realistischen Bedingungen zu prüfen – ein entscheidender Schritt auf dem Weg von der ersten Idee zum zugelassenen Medizinprodukt.

Kommen Sie vorbei, werfen Sie einen Blick ins Herz und diskutieren Sie mit unserem Forschungsteam über Werkstoffe, 3D-Druck und die Zukunft der Medizintechnik!
•       Zielgruppe: Für alle Neugierigen und Altersgruppen geeignet.
•       Vorkenntnisse: Nicht erforderlich. Ihre Faszination fürs Ausprobieren reicht völlig aus!

 

Wir feiern Wissenschaft!

 
Bild
ein etwa 20cm großes Modell eines Herzens steht auf einem Schreibtisch
Ein Loch im Herzen? Erlebe moderne Herzimplantate hautnah am Modell!
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