Klassische Therapieansätze funktionieren nach dem Prinzip, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Der Wirkstoff verteilt sich im gesamten Körper, wodurch höhere Dosen für einen Therapieerfolg benötigt werden und es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Gerade bei der Behandlung von Pilzinfektionen stehen wir zusätzlich vor dem Problem, dass es kaum Wirkstoffklassen zu deren Behandlung gibt und wir es vermehrt mit Pilzen zu tun haben, die gegen diese Medikamente resistent sind.
Bei einem Besuch in unserem Labor zeigen wir dir, wie wir dieses Problem adressieren, um die Wirkstoffe gezielt am Wirkort freizusetzen. So können wir einerseits die Therapieeffizienz erhöhen und andererseits die Dosis und damit einhergehend die Nebenwirkungen reduzieren. Außerdem kannst du bei uns im Labor praktische Experimente durchführen. Dabei wirst du erfahren, wie wir die Freisetzung der Wirkstoffe steuern, die Zielsteuerung mit komplexen Zellkulturmodellen untersuchen und welchen Einfluss Vernebler bei Lungenanwendungen haben.